Architektur / Kunst in St. Josef

An der Stelle der ein Jahr zuvor gekauften Scheune wurde 1957 mit dem Bau der ersten katholischen Kirche im Kirchgemeindegebiet begonnen. Viele Gemeindemitglieder leisteten freiwillig einen grossen Teil der Arbeit. Dabei beteiligte sich der katholische Männerverein von Oberwinterthur besonders engagiert. So konnte das dem heiligen Josef gewidmete Kirchlein schon 1958 eingeweiht werden.

Der damalige Geldmangel wirkte sich allerdings auf die Qualität und die Ausstattung der Bauten (Kirche und Pfarrhaus mit kleinem Saal im Parterre) aus, so dass der Stiftungsrat 1980 beschloss, die Liegenschaft einer umfassenden Renovation zu unterziehen. Das Projekt wurde vom Architekten H. Schmidt realisiert.

Im Zuge dieser Renovierungsarbeiten wurde der Chorraum komplett neu gestaltet, der Kirchenraum der erneuerten Liturgie angepasst und der Pfarreisaal vergrössert.

Die Fenster entwarf der Kunstmaler Jacques Schedler. Im Kirchenschiff zeigen sie wie Oberlichter die Symbole des Kreuzweges. Morgens flutet Sonnenlicht durch das nach Osten ausgerichtete Auferstehungsfenster in den Altarraum und den Heiligen Geist finden wir als Taube dargestellt in der Fensterrosette über dem Kirchenportal.

Das Holzkreuz mit Korpus im Chor, die Figuren von Maria mit Kind und Josef, die Kreuzweg-Tafeln (von Karl Ruff) sowie der goldig schimmernde Tabernakel mit der Inschrift  «Gott ist da» stammen aus der Entstehungszeit der Kirche.