Architektur / Kunst in St. Stefan

Auf dem bereits Ende 1973 von der Kirchgemeinde erworbenen Grundstück an der Wannenstrasse 4 in Wiesendangen wurde am Freitag, 27. Juni 1980, der Grundstein für die neue Pfarrkirche St. Stefan gelegt. Die Architekten Tanner und Loetscher setzten dabei das Bauprojekt ‚Treffpunkt Foyer’ um, das als Sieger aus dem Architekturwettbewerb hervorgegangen war. Dazu der Winterthurer Landbote vom 24.6.1977: «Beim Pfarreizentrum St. Stefan handelt es sich um einen einfachen Gebäudekomplex mit ruhigen Baukörpern und Konstruktionen. Auffallend ist die gut durchdachte, vielseitige Verwendungsmöglichkeit des Foyers mit anschliessendem Kirchenraum, während der eigentliche Sakralraum je nach Besucherzahl auf einfache Art erweitert werden kann.»

Der helle, zeltartige Gottesdienstraum mit den Kugellampen – möbliert mit 160 Stühlen – wird geprägt vom hohen Chor-/Altarraum mit den liturgischen ‚Orten’ Altar, Ambo, Taufbecken und Tabernakel. Diese sind im selben braun-rötlichen Holz gearbeitet wie das Kreuz an der Chorwand und die 12 Apostelkreuze an der Ostwand.

Den Kirchenraum zu beleben und farbenfroher zu gestalten, war ein lange gehegter Wunsch, der in den Fest-Vorbereitungen zum 20-jährigen Bestehen des Zentrums angegangen wurde. Nach angeregten Diskussionen zum Projekt «Textiler Wandschmuck» brachte die Künstlerin Kathlen Weber die Vorstellungen zu Papier und entwickelte daraus einen Entwurf zum Thema ‚Schöpfung’. 47 Frauen trafen sich während zweier Jahre einmal wöchentlich und strickten, häkelten, stickten und nähten aus Wolle, Garn und Seide über 500 Einzelteile, die dann auf Jute genäht und auf 19 Holzplatten aufgespannt wurden. Seit Januar 2005 zieren diese zu einem Gesamtwerk zusammengefügten Einzelbilder die Westwand unserer Pfarrkirche.